MAY 25, 2008
PRESS RELEASE: INTERVIEW WITH VAN TRIBE`S DESIGNERS “be-him” AND JayOne ON GERMAN SPREADSHIRT BLOG:
INTERVIEW by: AMI
Jürgen alias Jay1 und Bettina tätowieren gewissermaßen T-Shirts. Ihre Motive bei Vantribe basieren auf “Tribals und Tattoos” - und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Interessant, weil es mir schon mehrere Male passiert ist, dass ich ins Rudern kam bei der Frage warum mein werter Arbeitgeber eben nicht nur T-Shirts macht - und jemand mit einem Tätowierervergleich kam (fragt nicht auf was für Parties ich gehe). Okay, natürlich tackern wir (noch) keine Motive direkt auf die Haut - und man kann sein Shirt zurückgeben, wenn es einem nicht gefällt. Aber Tribals gehen ja auch ganz gut auf individuellen T-Shirts, oder? Wir fragen nach: Jay1 und Bettina im Interview.
Wer seid ihr, was macht ihr?
Ich bin der Jürgen, kümmere mich um die Shirt-Kollektion, das Webdesign und die Kontakte. Bettina macht die Designs. Wir haben bei Spreadshirt einen Premium-Shop. Vor allem Tribals und Tattoo-Motive, also mehr so die rustikalere Ecke.
Wieso “rustikaler”?
Eben nicht zu nett, keine süßen Sachen, - eher “heavier”, so wie das hier (zeigt auf sein Shirt mit der amerikanischen Nationalflagge).
Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Bettina: Eigentlich haben wir schon immer Sachen zusammen gemacht - zum Beispiel Musik. Und ich bin Künstlerin, ich male. Da habe ich schon länger nach Möglichkeiten gesucht, Marketing zu machen oder “Merchandising”, wie es so schön heißt. Bisher war das Problem, dass man gleich eine Mindestauflage von 1.000 in Auftrag geben muss. Und das konnten wir uns nicht leisten, muss man ganz klar sagen.
Jürgen: Oder eben auf den Copyshop zurückgreifen, aber da ist die Qualität natürlich nicht so gut. Und dann haben wir bei Spiegel Online von Spreadshirt gelesen und gedacht: das ist ja super. Da können wir unsere Motive auf T-Shirts ziehen und was wir haben wollen, bestellen wir dann – oder lassen unsere Käufer bestellen.
Bettina: Man kann ohne Risiko rumprobieren, man kann seine Motive in den Shop stellen und entweder sie laufen oder laufen eben nicht - aber man hat dann nicht haufenweise Shirts in der Kiste in der Ecke stehen und wird sie nicht wieder los.
Jürgen: Dann muss man die richtige Größe haben, es muss genau das T-Shirt sein, das die Leute haben wollen und und und .. das gibt es online natürlich nicht - die Leute können sich ganz einfach selbst zusammenstellen, was sie haben wollen. Ja, das war eigentlich das Hauptmotiv.
Vom Aha-Erlebnis zum laufenden Shop - wie lange habt Ihr da gebraucht?
Jürgen: Das hat schon seine Zeit Tage gedauert. Erstmal haben wir mit den 20-30 Digitalmotiven angefangen, die wir schon vor Spreadshirt-Zeiten mal entworfen hatten. Die liefen gar nicht. Dann haben wir es mit Vektor-Motiven probiert. Hat schon ein bisschen Zeit gekostet, sich da reinzufuchsen, Illustrator kaufen und anwenden lernen und so..
Bettina: Da wir von Haus aus nicht aus der Computerecke kommen, haben wir erstmal einige Schwierigkeiten gehabt, uns da einzuarbeiten, den Shop zum Laufen zu kriegen. Das Forum hat uns zu dieser Zeit immer wieder aus der Patsche geholfen. Wenn man mal irgendwo in einer Sackgasse steckte, nicht weiterkam, gab es relativ schnell Feedback. Manchmal gab es auch voll eine vor den Latz, frei nach dem Motto: „vollkommen bescheuert, was ihr da macht“ . Wenn man da sensibel gewesen wäre, hätte man den Laden gleich wieder schliessen müssen. Unsere Website hieß gelegentlich auch mal “die Webseite der 80er”.
Jürgen: Da darf man sich eben nicht beeindrucken lassen und nimmt die vielen guten Ratschläge. Die Leute im Forum waren jedenfalls sehr hilfreich, und so haben wir uns langsam an die Materie herangetastet. Aber ein Jahr hat es wohl schon gedauert.
Was gefällt Euch, was könnte besser laufen?
Jürgen: Die Qualität der T-Shirts ist super - besser als bei allen anderen. Beim Umgang mit Innovationen wünsche ich mir manchmal Verbesserungen, dass Dinge länger getestet werden, bevor sie zum Einsatz kommen. Der Rest ist große Klasse.
Was war Euer größtes Erfolgserlebnis?
Jürgen: Dass eines unserer Motive, unsere Hand, auf Euren beiden Startseiten zu sehen war - und sich dadurch auch nett verkauft
Und dann zu sehen, wie viele Shops die sich vom Marktplatz eingebunden haben. Zurzeit 642 ..
Bettina: da haben wir schon mitgefiebert - kriegen wir die 100, kriegen wir die 100 .. und dann waren es mehr als hundert, und jetzt fiebern wir natürlich: kriegen wir die 700? Doch, ja, ich würde sagen - die Hand.
Wie vermarktet ihr euch und eure Shops?
Jürgen: In Foren, in Blogs. Google Adwords wäre jetzt der nächste Schritt. Dafür würde ich persönlich gerne die Webseite noch etwas professioneller gestalten, die habe ich bisher komplett selbst gemacht und ich denke ich stoße da so langsam an meine Grenzen. Das muss alles einheitlicher aussehen. Wenn das steht, mache ich auch mal ein bisschen Werbung.
Bettina: Genau, ich plane jetzt schon, mehr mit Fotos und mit Modellen zu arbeiten. Da sieht man die Shirts etwas besser und gleich in Lebensgröße. Die erste Fotostrecke haben wir gerade fertig. Vielleicht könnte man unseren Käufern einen Bonus anbieten, wenn sie ein Foto von sich im Shirt einschicken. Das wäre ja die beste Werbung und beide hätten was davon …
Wir danken Euch für dieses Gespräch!
There will be another english interview soon, so check it out.
Jay
2008.9.25. bei 21:32
Meine Doofe Frage !
Kann man mit Spreadshirt Millionär werden ??
Ich sage ja wenn man die coolsten T Shirts generiert und Sie dann an die geilsten Typen und Tussys verkauft. Also derzeit ist ja das Oktoberfest der tolle Renner für Spreadshirt Shirts.
Viel Spass mit den Shirts und auch auf dem Oktoberfest.
Gruss Hans.